Unternehmen ist
besser als Unterlassen

Geldwerte Vorteile für die Förderung der Mitarbeitermotivation

Betriebswirtschaftliche Empfehlungen für Arbeitgeber
Arbeitgeber haben die Möglichkeit ihren Arbeitnehmern Sachleistungen zu gewähren, die zum Teil lohnsteuerbegünstigt bzw. lohnsteuerfrei sind. Es ist nicht nur für die Mitarbeiter vorteilhaft, sondern auch für den Arbeitgeber, weil sie nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen. Außerdem kann die Motivation der Mitarbeiter durch diese Maßnahmen gefördert werden.


Im Folgenden sind ein paar Beispiele dargestellt:

1. Sachbezüge mit einem Wert bis zu 44 € dürfen an die Arbeitnehmer im Monat steuerfrei ausgereicht werden. Aufmerksamkeiten, wie z. B. Geschenke anlässlich von Geburtstagen, Hochzeiten etc. bis zu 40 € oder Getränke    und Genussmittel im Betrieb bleiben hiervon unberührt.

2.  Rabatte, die die Mitarbeiter für den Bezug von Dienstleistungen und Waren aus dem Betrieb erhalten, bleiben bis zu 1.080 € im Jahr von der Lohnsteuer befreit.

3. Tankgutscheine sind sehr beliebt. Ihre Freigrenze beträgt 44 € im Monat. Der Gutschein muss   die zu tankende Menge und die Treibstoffart bezeichnen, um die Freigrenze tatsächlich beanspruchen zu können.Tankt der Arbeitnehmer mit der Tankkarte des Arbeitgebers liegt keine steuerbegünstigte Sachwendung, sondern steuerpflichtiger Sachlohn vor.

4.  Zuschüsse für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte können mit 0,30 € pro Entfernungskilometer vom Arbeitgeber geleistet werden. Hierauf entfällt eine pauschale Lohnsteuer von 15%, die vom Arbeitgeber getragen wird.

5.  Dienstfahrzeug: gestattet der Arbeitgeber auch die private Nutzung des Dienstfahrzeuges seinen Mitarbeiter und übernimmt alle Kfz-Kosten, ist der geldwerte Vorteil meist günstiger als eine Gehaltserhöhung. Der zu versteuernde geldwerte Vorteil bemisst sich auf 1% des Bruttolistenpreisesdes Fahrzeuges. Die Höhe der Lohnsteuer und Sozialabgaben hängen zum einen von dem Preis des Fahrzeuges und zum anderen von dem persönlichen Steuersatz des Arbeitnehmers ab. Der Arbeitgeber kann alle Kfz-Kosten als Betriebsausgaben geltend machen und möglicherweise auch die Vorsteuer abziehen.

6.  Kinderbetreuungskosten sind lohnsteuerfrei, wenn der Arbeitgeber zur Unterbringung nicht schulpflichtiger Kinder Leistungen zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn erbrringt. Zu ihnen zählen Gebühren für Kindergärten, Hortbetreuung und Tagesmütter.

7.  Die kostenlose Gestellung von Mahlzeiten durch den Arbeitgeber muss der Arbeitnehmer mit den amtlichen Sachbezugswerten besteuern. So muss für ein Frühstück 1,57 € und für ein Mittagessen 2,80  € pro Tag versteuert werden.

8.  Die Kosten für eine doppelte Haushaltsführung (Fahrt- und Unterkunftskosten) darf der Arbeitgeber steuerfrei ersetzen. Wohnt der Arbeitnehmer mietfrei in einer Dienstwohnung des Arbeitgebers, liegt steuerpflichtiger Sachlohn vor, der zum ortüblichen Mietpreis bewertet wird. Der Rabattfreibetrag von 1.080 € kommt dann zum Tragen, wenn die Mietwohnung überwiegend an fremde Dritte überlassen wird

9.  Maßnahme zur Gesundheitsförderung der Arbeitnehmer sind bis zu 500  € im Jahr steuerfrei, die für innerbetriebliche Aktionen und für Barzuschüsse für extern durchgeführte Maßnahmen gelten. Der Förderkatalog reicht von Bewegungssport bis hin zu Stressbewältigung am Arbeitsplatz und Betriebsport. Beiträge an Fitnesstudios können nicht steuerfrei bezuschusst werden.

10. Bietet ein Unternehmen Mitarbeiterbeteiligungen in Form von Aktien oder Anteilen an Fonds kostenfrei oder vergünstigt an, dann sind 360 € pro Jahr steuerfrei. Vorrausetzung ist, dass die Förderung allen Mitarbeitern  offen steht und sie mindestens ein Jahr im Betrieb beschäftigt sind.

11. Beiträge des Arbeitgebers für den Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorge sind Betriebsausgaben und stellen nur dann steuerpflichtige Lohn dar, wenn der jährliche Beitrag 4% über der Bemessungsgrundlage liegt.

Es bietet sich an, ein Konzept zu entwickeln, um steuerfreie Fördermöglichkeiten zu nutzen und gleichzeitig die Motivation der Mitarbeiter zu unterstützen. Sprechen Sie uns einfach für individuelle Abstimmungen an.

                                                                                                                      im März 2011, Angela Schmidt